Die neue Wiener Museumskultur?

Letztes Wochenende nutzten wir den Fenstertag für einen Kurzurlaub in Wien mit Besuch in mehreren Museen, in die ich es leider zuvor noch nie geschafft hatte:

Mit Ausnahme des Haus des Meeres war das Erlebnis jedoch leider durchwachsen. Vor allen dreien waren lange Schlangen und trotzdem waren die Schauräume mehr als nur überfüllt. Ohne Kopfhörer mit entspannender oder zuminest ablenkender Musik war es sowohl in der Albertina als auch im KHM nur sehr schwer auszuhalten. Insbesondere in den gerade stark beworbenen Ausstellungen war der Raum extremst knapp. In der Albertina entschädigte uns wenigstens eine Ausstellung von Bildern der US-Amerikanischen Fotografin Helen Levitt, die uns deutlich mehr Luft zur Betrachtung bot.

Eintritt zum KHM war überdies mit 30€ zum normalen Ticketpreis nicht wirklich günstig. An einen Genuss der ausgestellten Werke war leider hier aufgrund der Menschenmassen, die sich in kleinsten und unklimatisierten Raum quetschten, nicht zu denken.

Es drängt sich mir leider durchaus der Vergleich mit dem Pariser Louvre auf: Ticket dort sind (wenn man nicht einen der Gratistage erwischt) auch nicht billig, aber die Organisation kommt deutlich besser mit riesigen Besucherströmen zurecht. Hier muss speziell das KHM aber auch die Albertina nachbessern. Das Haus des Meeres hat wenigstens ein transparentes Limit, wieviele Besucher zum selben Zeitpunkt im Besucherbereich sein dürfen.

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